Midsummer Cup 2019

Sonnenuntergang auf der Ostsee

Vor einigen Wochen hatten wir uns für den Midsummer Cup des ASVW angemeldet; eine Nachtregatta von Rostock um die Insel Fehmarn nach Kühlungsborn. Insgesamt hatten sich 34 Boote gemeldet und aufgrund der Wetterlage (angesagter NW Wind mit 4 Windstärken, der im Verlauf der Nacht auf nördliche Richtung dreht und dabei auf 3-5 Knoten abnehmen soll).

Am Abend hat sich die Wettfahrtleitung dazu entschlossen, den Kurs zu modifizieren und anstatt um die Insel Fehmarn herum, sollte der Kurs „nur“ bis zur Ansteuerungstonne Fehmarnsund führen, d.h. für die Teilnehmer stand eine 35 Seemeilen lange Kreuz bevor, es bei abnehmenden Winden auf einen 25 Meilen langen Downwind-Kurs zurück nach Kühlungsborn gehen sollte. Diese Streckenführung überraschte doch einige Skipper bei der Steuermannsbesprechung, insbesondere die kleinen und langsameren Schiffe hätten eine anstrengende Nacht vor sich. Wieso zum Beispiel nicht eine Strecke rund Rodsand oder zur Wismar-Bucht gesegelt wurde, kann ich nicht nachvollziehen.

Der Start um 21:02 Uhr erfolgte überraschender Weise ohne große Probleme und wir konnten zunächst im Mittelfeld die Startlinie queren. Unsere Taktik, sich möglichst weit im Luv innerhalb des alten Fährbeckens aufzuhalten, funktionierte einwandfrei.

Doch schon bald sahen wir die schnellen Regattaschiffe (z.B. X-Yachts, Class 40 oder Luffe) am Horizont und mit ein paar weiteren Schiffen waren wir auf den hinteren Plätzen. Dennoch hatten wir einen unvergleichlichen Sonnenuntergang und genossen das Sunset-Segeln.

Gegen Mitternacht waren wir 2 Seemeilen vor Kühlungsborn und ich habe die neusten GRIB Files gecheckt und die Stationsmeldungen angeschaut. Von dem vorhergesagten Winddreher war nichts zu sehen und unsere Ankunftszeit an der Tonne Fehmarnsund war am späten Vormittag, sofern der Wind so bleiben würde und dann wäre noch die langsame Rückfahrt nach Kühlungsborn mit schwachen achterlichen Winden…

Wir haben uns dann entschieden, dass wir an dieser Stelle die Regatta abbrechen und direkt Kühlungsborn anlaufen um die schöne Segelwoche entspannt ausklingen lassen. Am nächsten Tag ging es bei schwach umlaufenden Winden zurück nach Rostock.

FAZIT: Eine wundervolle Segelwoche bei meist guten Bedingungen liegt hinter meinem Vater und mir und am Ende standen 205 Seemeilen auf der Logge.

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